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Über 4000 POD-Einsätze für die Schweinswalerfassung

Ein wichtiges Augenmerk bei Erfassungen von Schweinswalen für Forschungs- und Bauprojekte im Offshore-Bereich liegt auf der Analyse von Verteilungsmustern und Reaktionen von Schweinswalen während lärmintensiver Baumaßnahmen. Aber wie genau werden diese Tiere, die einen großen Teil ihres Lebens unter Wasser verbringen, erfasst?

Hydrophon und Speichermedien sind in den Kunststoffröhren wasserdicht verpackt

Neben Beobachtungen aus Flugzeugen und Schiffen verwendet BioConsult SH dafür sogenannte „PODs“. Das steht für Porpoise Detector, also Schweinswal-Detektor. Dabei handelt es sich um Geräte, die ein batteriebetriebenes Hydrophon mit Speichermedium enthalten. Damit wird die Echoortungsaktivität der Schweinswale (und anderer Zahnwale) aufgezeichnet. So kann die Anwesenheit von Walen im Umkreis bis etwa 100 m festgestellt werden. Die ca. 90 cm langen Geräte werden im Untersuchungsgebiet in 5-40 Meter Tiefe fest verankert. Nach 4-6 Wochen wird der POD wieder geborgen und die Langzeitdaten können ausgelesen und ausgewertet werden.

Zusätzlich können Schweinswalaktivitäten online in Echtzeit erfasst und analysiert werden, um zum Beispiel einzelne Rammereignisse beim Bau von Offshore-Windenergieanlagen zu begleiten.

Mit einer Spiere wird der POD auf See gekennzeichnet

PODs werden auf der ganzen Welt genutzt. BioConsult SH brachte die ersten Geräte im Juli 2008 aus. Elf Jahre später sind unsere Geräte in vielen verschiedenen Projekten über 4000 Mal in Nord- und Ostsee eingesetzt worden. Allein im März 2019 waren 101 von BioConsult SH betreute PODs gleichzeitig im Einsatz. Jedes Jahr werden so etwa 100 GB Daten erfasst. Zusammen mit den Beobachtungsdaten aus Flugzeug- und Schiffszählungen sowie den HiDef-Erfassungen bilden sie die Grundlage für Umweltgutachten und Forschungsberichte.